Gemeint sind meist leichte Kopfschmerzen, drückend, beidseitig, als ob man einen zu 50 mg amitriptyline Helm aufgesetzt hätte. Manchmal ist ein leichtes Benommenheitsgefühl mit vorhanden.

Oft wird das Druckgefühl noch nicht einmal als Schmerz empfunden. Oft sind auch die Nackenmuskeln und die Muskeln am Kopf angespannt und druckempfindlich. Im Gegensatz zur Migräne tritt Spannungskopfschmerz beidseitig auf und beginnt oft am Hinterkopf oder im Bereich der Stirn, von wo aus er sich dann auf den ganzen Kopf ausbreitet. Oft ist der Kopfschmerz begleitet von einem Druckgefühl im Bereich der Augen. Viele Betroffene geben an, sie hätten das Gefühl als hätten sie ein Brett vor dem Kopf und könnten nicht mehr klar denken. Bei den meisten Menschen dauern diese Symptome nur eine halbe Stunde bis zu einer Woche und klingen dann wieder ab.

Damit ist der episodische Spannungskopfschmerz der häufigste Kopfschmerz überhaupt und betrifft fast alle Menschen. Die in der Regel leichten drückenden Kopfschmerzen sind oft gut erträglich und lassen sich ansonsten gut behandeln. Fast alle Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen klagen über einen täglichen Kopfschmerz. In den meisten Fällen bestand ursprünglich ein episodischer Kopfschmerz und im Laufe der Zeit nahm die Zahl der Kopfschmerztage zu. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet einen Spannungskopfschmerz mit und ohne Beteiligung der pericraniellen Muskulatur.

Fast alle Patienten haben zumindest einen erhöhten Tonus der Nackenmuskulatur. Spannungskopfschmerz haben aufgepropft einen medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz. Hier kann der relative Anteil des ursprünglichen Kopfschmerzes und des medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerzes nur beurteilt werden, nachdem ein Medikamentenentzug erfolgt ist. Etwa die Hälfte der Patienten verspürt nach dem Medikamentenentzug eine signifikante Besserung der Kopfschmerzen und der begleitenden Depressivität. Ursachen und Auslöser Hier ist wenig fundiertes bekannt. Sicher ist, dass Stress, Angst, soziale Isolation und Depressivität eine Rolle spielen.

Die Diskussion ob primär oder sekundär ist wegen methodologischer Mängel der vorliegenden Studien nicht eindeutig beantwortet – viel spricht aber für eine ursächliche Beteiligung. Insbesondere bei den chronischen Spannungskopfschmerzen gilt: Der chronische KST wird eindeutig von zentralen Veränderungen von Schmerzschwelle und Schmerztoleranz geprägt. Ursache aus, wobei die Entwicklung eines vermehrten myofaszialen Schmerzes mit Muskeldruckschmerzhaftigkeit und nachfolgender Erniedrigung zentraler Schmerzschwellen ursächlich für die Entwicklung eines chronischen Spannungskopfschmerzes ist. Weiter zeigen epidemiologische Studien eine familiäre Häufung chronischer Spannungskopfschmerzen, so dass eine genetische Veranlagung möglich ist.