Soweit möglich und gebräuchlich, werden Actos 1 8-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Pioglitazon ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Insulin-Sensitizer, der zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 in Form von Tabletten eingesetzt wird. Bei übergewichtigen Patienten wird Pioglitazon in Kombination mit Metformin verwendet.

Kombination mit einem Sulfonylharnstoff eingesetzt werden. Pioglitazon kann nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses seit April 2011 nur noch in begründeten Ausnahmefällen zu Lasten der GKV verordnet werden. Dieser Rezeptor ist an der Regulation verschiedener Mechanismen im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel beteiligt. Der Blutzuckerspiegel sinkt sowohl in nüchternem Zustand als auch nach den Mahlzeiten ab.

Auch erhöhte Insulinkonzentrationen nach den Mahlzeiten werden gesenkt. Durch die verstärkte Wirkung vorhandenen Insulins benötigt der Körper nur noch geringere Mengen Insulin. Eine bestehende Insulinresistenz nimmt durch die Gabe von Pioglitazon daher ab. Fettgewebes, der Muskulatur und der Leber und senkt so den Blutzuckerspiegel. Neben der Verbesserung der Wirkung des körpereigenen Insulins verstärkt Pioglitazon auch die Wirkung von zugeführtem Insulin. Der Wirkungseintritt des Pioglitazon, der bei Einzeltherapie etwa zwei bis drei Wochen auf sich warten lässt, tritt in der Kombination mit Insulin wesentlich schneller ein.

Bei Einnahme von Pioglitazon muss der Patient teilweise seine Insulindosis um bis zu 30 Prozent senken, um Unterzuckerungen vorzubeugen. Manchmal ist es sogar möglich, das Insulin ganz abzusetzen. Patienten mit Leberfunktionsstörungen dürfen Pioglitazon nicht anwenden. Außerdem dürfen Patienten mit Herzinsuffizienz, also Herzschwäche, Pioglitazon nicht erhalten.

Das gilt auch, wenn die Herzschwäche in der Vergangenheit vorlag. Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von Pioglitazon bei schwangeren Frauen und stillenden Müttern. Der Einsatz der Substanz bei diesen Patientinnen muss daher unterbleiben. Für die Anwendung von Pioglitazon bei Patienten mit schwerer Einschränkungen der Nierenfunktion, bei Dialysepatienten sowie bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gibt es bislang keine ausreichende Erfahrung. Pioglitazon sollte deshalb auch bei diesen Patientengruppen nicht eingesetzt werden. Die verstärkte Aufnahme von Fettbausteinen aus dem Blut hat die unerwünschte Folge, dass vermehrt Körperfett und Fettgewebe gebildet wird und so Übergewicht resultiert.

Das Körpergewicht kann daher während einer Behandlung mit Pioglitazon ansteigen und macht regelmäßige Gewichtskontrollen erforderlich. Bei randomisiert kontrollierten Studien zum Langzeitgebrauch wurde außerdem von einem vermehrten Frakturrisiko berichtet. Demnach senke das Medikament, vor allem bei Frauen, die Knochendichte in der Lumbalwirbelsäule und der Hüfte, weshalb die Autoren von einer Behandlung mit Glitazonen bei Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko abraten. Im September 2010 veranlasste die US-amerikanische Food and Drug Administration die Überprüfung von Pioglitazon hinsichtlich des Risikos Blasenkrebs auszulösen. Die Handelspräparate enthalten den Arzneistoff als Racemat in Form des Hydrochlorids. Das Pharmaunternehmen Takeda führte den Insulinsensitizer mit dem Wirkstoff Pioglitazon 1999 gemeinsam mit Eli Lilly unter dem Namen Actos auf dem US-amerikanischen Markt ein. 2000 folgt die Markteinführung in Europa.

An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden. Gallwitz, Baptist: Diagnose einer eingeschränkten Glukosetoleranz und Diabetesprävention: Kann die Diabetes-Epidemie aufgehalten werden? Potential Increased Risk of Bladder Cancer. September 2010: Pioglitazon: FDA prüft mögliches Blasenkrebsrisiko. Traitement du diabète de type 2 vom 9.