Es handelt sich um inszenierte Maßnahmen zur Einschüchterung und Demütigung, bei denen sich eine größere Zahl Anhänger und Vertreter der Regierung in Zivilkleidung an einem öffentlichen Ort versammelt, um einzelne Mitbürger lautstark zu beschimpfen, actos del 7 de agosto Betreten oder Verlassen einer belagerten Wohnung zu hindern oder teilweise auch tätlich anzugreifen. Die von Revolutionsführer und Staatspräsident Fidel Castro geführte kubanische Regierung setzte Actos de Repudio in großer Zahl erstmals 1980 im Zusammenhang der Massen-Ausreise von 125. Führung von in Zivil auftretenden Angehörigen der Sicherheitskräfte.

Von mehreren Actos de Repudio sind auch Stein- und Farbbeutelwürfe dokumentiert, ebenso gewaltsames Eindringen in Wohnungen. Actos de Repudio auch abseits von Privatwohnungen. Bei Actos de Repudio größeren Ausmaßes werden die Protestierenden in von staatlichen Stellen bereitgestellten Bussen zum Ort des Protests gefahren, ebenso wird die Versorgung mit Zwischenmahlzeiten und Erfrischungsgetränken durch die Behörden gewährleistet. Im September 2011 wurde erstmals ein Acto de Repudio bereits vorab in einem der Regierung nahestehenden prominenten Blog angekündigt.

Im Mai 2012 starb die 94-jährige Antonia Rodríguez Mirabal, deren Wohnhaus in Santa Clara an den beiden vorangegangenen Tagen Ziel eines von ihr unmittelbar erlittenen, gewaltsamen Acto de Repudio war, an den Folgen eines Schlaganfalls. Amnesty International und andere in- und ausländische Beobachter haben mehrfach ebenso auf die Verantwortung der kubanischen Regierung für die Actos de Repudio hingewiesen wie auf deren Unvereinbarkeit mit den Menschenrechten. Die Regierung unternimmt nichts gegen das Phänomen der Actos de Repudio, sondern berichtet in den staatlichen Medien gelegentlich positiv über einzelne Aktionen und lässt dabei Teilnehmer zu Wort kommen. Nach kubanischem Recht erfüllen allerdings zahlreiche regelmäßig zu beobachtende Elemente eines Acto de Repudio objektive Straftatbestände. In seiner Rede vor dem VI.