Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Zu den kaliumsparenden Diuretika gehören zwei verschiedene Gruppen von Aldactone 1 mit unterschiedlicher chemischer Struktur und unterschiedlichem Wirkmechanismus. Resorption von Natrium sowie die Sekretion von Kalium im distalen Tubulus. Bei Amilorid handelt es sich um ein Pyrazinderivat mit einer Guanidino-Gruppe.

In der Niere werden Stoffwechselendprodukte aus dem Blut ausgefiltert und mit dem Urin ausgeschieden. Das Sammelrohr befindet sich am Ende des Nephrons. Hier erfolgt, unter Einfluss der Hormone Aldosteron und Vasopressin, etwa fünf Prozent der Natrium- und Wasserresorption. In der Wand des Sammelrohrs befinden sich zwei verschiedene Zelltypen: In den Hauptzellen werden Natrium und Wasser resorbiert und Kalium ausgeschieden. Spironolacton und seine Analoga sind strukturell ähnlich Aldosteron. Aldosteron wirkt, indem es an einen intrazellulären Rezeptor bindet. Der Aldosteron-Rezeptor-Komplex bewirkt eine erhöhte Synthese von Natrium- und Kaliumkanälen.

Triamteren und Amilorid hingegen wirken, in dem sie den epithelialen Natriumkanal unabhängig von der Anwesenheit von Aldosteron blockieren. Dadurch kommt die Aufnahme von Natriumionen in die Tubuluszelle zum Erliegen. Infolgedessen bleibt der Urin konzentriert, was durch Osmose zu vermehrter Wasserausscheidung führt. Zur Monotherapie einer Herzinsuffizienz sind sie somit ungeeignet. Amilorid und Triamteren haben nur eine beschränkte Wirksamkeit, da nur ein geringer Anteil der Natriumresorption im Sammelrohr erfolgt.

Hyperaldosteronismus angewendet, da sie den Aldosteronrezeptor blockieren. Weitere Anwendungsgebiete sind Kaliummangel, Bluthochdruck, Herzversagen, Leberzirrhose und nephrotisches Syndrom. Eine weitere Indikation sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Bei Patienten mit chronischem Nierenversagen ist dieses Risiko besonders hoch, weshalb sie im Allgemeinen nicht mit kaliumsparenden Diuretika behandelt werden sollten.