Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Fexofenadin ist ein Arzneistoff und wird als Antihistaminikum der dritten Generation bei Heuschnupfen und ähnlichen allergischen Symptomen angewendet. Nesselsucht zugelassen, allerdings nicht in den unterschiedlichen Wirkstärken, die auf dem Markt verfügbar sind, bei denen pro Wirkstärke allegra mg nur eine Indikation zugelassen ist.

Mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Menstruationsbeschwerden, Rachenentzündung, Brechreiz, Erbrechen, Gewichtszunahme. Wie bei anderen H1-Antihistaminika der zweiten oder dritten Generation überwindet nur ein kleiner Teil des Arzneistoffs die Blut-Hirn-Schranke. In kontrollierten klinischen Studien wurden bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln beobachtet, die die Sicherheit oder Wirksamkeit von Fexofenadin signifikant beeinflussen. Berichte von Überdosierungen sind selten und daher sind die Symptome einer Überdosierung kaum bekannt.

Dosierung für einen Erwachsenen um das 110-fache übersteigt. Fexofenadin wird, wie viele andere Antihistaminika, als Racemat eingesetzt. Der andere Teil des Fexofenadin-Moleküls wird durch doppelte Alkylierung des sich vom Nitril ableitenden Carbanions mit Iodmethan synthetisiert. Die Nitril-Gruppe wird nun zur Carbonsäure hydrolysiert. Der ältere Wirkstoff Terfenadin wird im Körper zur Carbonsäure Fexofenadin abgebaut.

Dieses Stoffwechselprodukt besitzt die gleiche biologische Aktivität wie Terfenadin, verursacht aber weniger Nebenwirkungen. Fexofenadin wird in Deutschland und der Schweiz unter dem Warenzeichen Telfast sowie unter generischen Handelsnamen vertrieben. In Österreich ist es als Allegra erhältlich. Die Tabletten enthalten das Hydrochloridsalz des Arzneistoffs. An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals.

Simons: Peripheral H1-blockade effect of fexofenadine. Uno: The different effects of itraconazole on the pharmacokinetics of fexofenadine enantiomers. Ariëns: Stereochemistry, a basis for sophisticated nonsense in pharmacokinetics and clinical pharmacology. Daniel Lednicer: The Organic Chemistry of Drug Synthesis. Wiley Interscience, New York 1999, ISBN 0-471-24510-0, S. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.