Psychische Störungen können wie viele körperliche Krankheiten die Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Belastbarkeit, Reaktionsfähigkeit und Orientierung beeinträchtigen. Kranke Menschen haben generell ein erhöhtes Unfallrisiko. Weder akut und im Amitriptyline 25 ml noch langfristig sind psychische Störungen eine Entschuldigung, wenn es zu einem Unfall kommt.

Wer durch seine psychische Störung  in seiner  Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Belastbarkeit, Reaktionsfähigkeit oder Orientierung beeinträchtigt ist oder gar suizidal ist, darf kein Kfz lenken. Dies gilt auch für akute Belastungssituationen. Bei jeder schweren Depression, die z. Symptomen oder mit akuter Suizidalität einhergeht und in allen manischen Phasen ist die Fähigkeit zur angepassten Teilnahme am Straßenverkehr als aufgehoben anzusehen. In Zweifelsfällen ist immer eine kognitive Testung, und eine Fahrprobe sinnvoll.

Besonderheit Fahrer der Gruppe 2 mit der Diagnose einer Schizophrenen Störung ist in der Regel ein Führen von Fahrzeugen der Klasse C, D,  und Personenbeförderung nicht mehr möglich. Nur in ganz besonders günstigen Fällen sehen hier die Leitlinien Ausnahmen vor. Emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen, oder narzisstische, und dissoziale Persönlichkeitsstörungen können – in schweren Fällen- zu Verhaltensstörungen mit situationsunangemessenem verkehrsrelevanten Verhaltensmustern führen und dann die Eignung zum Führen eines Kfz ausschließen. Dies gilt insbesondere nach entsprechenden Verkehrsvergehen. Maßgeblich ist hier die eingeschränkte Kritikfähigkeit, eingeschränkte Impulskontrolle und ein vermindertes Empathievermögen.

Wer unter einer ausgeprägten Demenz oder einer schweren altersbedingten Persönlichkeitsveränderung leidet, ist nicht in der Lage, den gestellten Anforderungen zum Führen eines Kfz gerecht zu werden. Leichte Lernbehinderungen stehen nicht immer einer Fahrtüchtigkeit im Wege. Der Intelligenzquotient ist innerhalb eines breiten Spielraums dabei nicht entscheidend für die Fahrtüchtigkeit. Eine intellektuelle Leistungseinschränkung kann durch ausgeprägtes Risikobewusstsein, sicherheitsbetonte Grundhaltung und langjährige Fahrpraxis kompensiert werden. Es kommt auf die ganzheitliche Betrachtung der Persönlichkeit an.

Eine Benzodiazepinabhängigkeit oder Drogenabhängigkeit wird genau so bewertet wie eine Alkoholabhängigkeit. Hier ist bis zum Nachweis einer stabilen Abstinenz davon auszugehen, dass die Fahrtüchtigkeit nicht gegeben ist, bzw. Betroffene den gestellten Anforderungen beim Führen eines Kfz nicht gerecht wird. Cannabis beeinflusst nachweislich deutlich die Fahrtüchtigkeit. Dieser Effekt wird durch die Kombination mit Alkohol erheblich verstärkt. Benzodiazepinabhängigkeit, Abhängigkeit von Psychostimulanzien schließt nach den Leitlinien in der Regel die Eignung zum Führen von Kfz aus. Das Verkehrsunfallrisiko ist unter Einnahme von Benzodiazepinen in Abhängigkeit von Dosierung der Dauer der Einnahme auf das 1,5- 6,5 fache erhöht.