Allergologische Relevanz  Die Penicilline gehören zu ampicillin nebenwirkungen am häufigsten verordneten Antibiotika. Zugleich gehören sie zu den wichtigsten Arzneimittelallergenen.

Aufgrund des längjährigen und weit verbreiteten Einsatzes gehören die Penicilline zu den allergologisch am besten untersuchten Substanzen. Reaktionen in Form polymorpher Exantheme wie makulopapulöse Exantheme. Reaktionen in Form von makulopapulösen und morbilliformen Exanthemen. Sie entwickeln sich ohne wesentlichen Juckreiz etwa ab dem 5. Tag der Behandlung, in Einzelfällen nach bis zu 3 Monaten sowie nach vorheriger Sensibilisierung und Re-Exposition innerhalb von 72 Std. Cloxacilline weisen eine Kreuzreaktion mit Penicillinen auf, rufen aber im Gegensatz zu Ampicillin keine charakteristischen Exantheme hervor.

Flucloxacillin löst selten eine primäre Penicillinallergie aus. Bei Piperacillin sind verzögert auftretende makulo-papulöse Exantheme beschrieben. Auch fixe Arzneimittelexantheme, EEM, SJS und TEN, Vaskulitiden, vaskuläre Purpura, vesikulöse und bullöse Exantheme, exfoliative Dermatitis, Erythema nodosum, Arthus-Reaktion und Baboon-Syndrom werden durch Penicilline verursacht. Bei beruflicher Exposition sind Kontaktallergien mit Typ IV-Sensibilisierungen beschrieben. Penicilline gehören zu den niedermolekularen Substanzen mit einem Molekulargewicht von 350 Dalton. Die Ausgangssubstanz für die Synthese der verschiedenen Penicilline ist die 6-Aminopenicillansäure, die aus einem beta-Laktam- und einem Thiazolidinringsystem, dem selber keine nennenswerte antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird, besteht. Ausgehend von dieser Grundstruktur wurden durch Substitution an der 6-ständigen Aminogruppe des beta-Laktamringes die verschiedenen Penicilline entwickelt.