Sonn- und Feiertags Schautag von 13. 3-aravan 5 – 76448 Durmersheim – Tel. Dieser Artikel behandelt die soziale Gruppe in Indien, Pakistan und Bangladesch.

Für das islamische Ereignis siehe Hidschra. Bezeichnung in Südasien für sogenannte Eunuchen, Intersexuelle und Transgender Menschen. Hijra sind auch bekannt als Aravani, Aruvani oder Jagappa. Viele Hijras leben in genau definierten und organisierten Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaften, angeführt von einer Guru-Mutter. Nur wenige Hijras sind jedoch von Geburt an intersexuell. Sprachlich bezeichnen sich Hijras selbst meist als weiblich, als transsexuell oder auch als transgender und kleiden sich dementsprechend. Im Juni 2011 erkannte auch der Oberste Gerichtshof in Pakistan offiziell die Existenz eines dritten Geschlechts an.

In Bangladesch haben Hijras die Anerkennung als drittes Geschlecht 2013 erfolgreich erworben und genießen Priorität in der Ausbildung. Ein drittes Geschlecht gibt es formaljuristisch ansonsten auch noch in Australien und Neuseeland. In Deutschland kann unter bestimmten Voraussetzungen von einer amtlichen Zuordnung zum männlichen oder weiblichen Geschlecht teilweise abgesehen werden. Urdu allgemein als abfällig, geringschätzig, verächtlich verstanden, stattdessen verwendet man die Bezeichnung Khwaja Sara. Die Identitäten der Hijra haben kein exaktes Gegenstück im modernen westlichen Verständnis von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung, und stellen eine Herausforderung westlicher Vorstellungen dar. Chhath Festival, Strand Road, Kolkata, 9.

In Indien definieren sich einige Hijras nicht durch eine bestimmte sexuelle Orientierung, sondern eher dadurch, dass sie Sexualität allgemein ablehnen. Diese Vorstellungen können jedoch in Konflikt geraten mit der Praxis, dass Hijras oft als Prostituierte arbeiten. Die gewöhnlichen Partner von Hijras und Kothis sind Männer, die sich selbst als heterosexuell betrachten, da sie die männliche Rolle beim Sex übernehmen. Diese männlichen Partner sind oft verheiratet, und irgendeine Beziehung oder Sex mit Kothis oder Hijras wird gewöhnlich vor der Gesellschaft geheimgehalten. Untersuchung der Polizei von Delhi, wonach annähernd 20 Prozent der Hijras in der Landeshauptstadt in ihrer Kindheit oder Jugend kastriert wurden. Laut einer in The Times of India 2005 genannten Studie erhält die 30. Religionen und Kulte, in denen biologisch männlich geborene Priester als Frauen lebten und sich einer freiwilligen Totalkastration unterzogen, sind bereits aus der Antike bekannt, z.

In den 1650er Jahren bemerkten reisende Franziskaner die Anwesenheit von “Männern und Jungen, die sich wie Frauen kleiden” auf den Straßen von Thatta, im modernen Pakistan. Die Anwesenheit dieser Personen wurde als Zeichen der Verderbtheit der Stadt angesehen. Behörden, Hijras auszurotten, die sie als “Verstoß gegen den öffentlichen Anstand” betrachteten. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen magisch-religiöse Rituale eine Rolle. Die meisten Hijras leben am Rande der Gesellschaft in einem sehr niedrigen gesellschaftlichen Status. Das Wort “hijra” selber wird manchmal in einer geringschätzigen, abfälligen Weise verwendet. Diese Quelle von Geld und Anerkennung ist jedoch immer weniger ertragreich und kann kaum mehr eine Hijra-Gemeinschaft ernähren, bleibt aber identitätsstiftend.