Es wirkt gegen die meisten gram-positiven und viele gram-negative Keime. Die empfohlene Chloromycetin palmitat zoetis soll auf zwei bis drei Einzeldosen verteilt werden, um ein Absinken der Blutkonzentration zu verhindern. Verabreichung der Einzeldosis vor den Mahlzeiten. Anwendungseinschränkungen Kontraindikationen Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparates, Störungen der Blutbildung, schwere Leber- und Nierenschäden.

Darf nicht bei Tieren angewendet werden, welche zur Lebensmittelgewinnung dienen! Gelegentlich können Fressunlust, Erbrechen und Durchfall auftreten. Es kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus dieser Webseite erwachsen könnten. Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Chloramphenicol ist ein Breitbandantibiotikum, das erstmals 1947 aus Streptomyces venezuelae gewonnen wurde. Nebenwirkung auftretenden, potentiell lebensbedrohlichen aplastischen Anämie sollte Chloramphenicol heute nur noch nach sorgfältiger Abwägung als Reserveantibiotikum angewendet werden. Chloramphenicol wird heute ausschließlich vollsynthetisch produziert. Chloramphenicol ist ein Translationshemmer, wirkt also blockierend auf die Knüpfung der Peptidbindung, das heißt hemmend auf die Peptidyltransferaseaktivität, durch Bindung an die 50S-Untereinheit der bakteriellen 70S-Ribosomen. Chloramphenicol wird bei oraler Gabe schnell und vollständig resorbiert. Einnahme von oralen Kontrazeptiva kann deren Wirkung beeinträchtigen.

Die Risiken topisch-dermaler Anwendung werden kontrovers beurteilt. Vertreter des Herstellers von Ichtoseptal verweisen darauf, dass ihre Literaturrecherche keinen Anhalt für eine Schädigung der blutbildenden Organe nach topisch-dermaler Anwendung von Chloramphenicol ergab. Außerdem ist es bei schwerer Leberinsuffizienz, in der Schwangerschaft und der Stillzeit kontraindiziert. Die antibiotische Wirkung von Chloramphenicol wird in der Mikrobiologie genutzt, um bakterielles Wachstum zu inhibieren. Beispielsweise können die meisten Hefen auf einem Malzextrakt-Nährboden mit Chloramphenicol wachsen, bakterielles Wachstum wird jedoch wirkungsvoll gehemmt. Manche Organismen können durch eine spezifische Acetyltransferase Chloramphenicol inaktivieren, indem sie an den beiden Hydroxygruppen je eine Acetylgruppe einführen. Hierdurch wird das Antibiotikum unwirksam, es bindet nicht mehr an Ribosomen.

Diese acetyliert unter Verbrauch von Acetyl-CoA das Antibiotikum an zwei Stellen. Skrandies: Aplastic Anemia following chloramphenicol therapy in Hamburg and surrounding districts. GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 13. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 30. Ippen: Systemische Nebenwirkungen durch äußerliche Anwendung von Chloramphenicol.