Realität aufgrund von Verlusten nach einer gewissen Feldenergie spule abklingen. Unpräzise wird der Reihenschwingkreis manchmal auch als Serienschwingkreis bezeichnet.

Bauelementen, die eine gewisse Energie enthalten, ergibt sich ein periodischer Vorgang. Zu dessen Beschreibung wird zu einem willkürlich gewählten Zeitpunkt der zugehörige Zustand als Anfangszustand festgelegt. Zunächst sei die Spule ohne magnetischen Fluss. Der Kondensator sei geladen und in seinem elektrischen Feld die gesamte Energie des Schwingkreises gespeichert. Noch fließe kein Strom durch die Spule. Aufgrund der Spannung am Kondensator, die auch an der Spule abfällt, setzt Stromfluss ein, allerdings nicht schlagartig ansteigend.

Nach der Lenz’schen Regel wird durch eine Änderung des Stromflusses eine Spannung induziert, die dessen Änderung entgegenwirkt. Wenn die Spannung auf null abgesunken ist, steigt der Strom nicht mehr an und erreicht somit sein Maximum. Zu diesem Zeitpunkt ist auch die magnetische Feldstärke der Spule am größten und der Kondensator vollständig entladen. Die gesamte Energie ist nun im Magnetfeld der Spule gespeichert. Der Strom beginnt, den Kondensator in Gegenrichtung zu laden. Wenn die Stromstärke auf null zurückgegangen ist, steigt der Betrag der Spannung nicht mehr an und erreicht somit sein Maximum.

Der Kondensator erlangt seine ursprüngliche Ladung wieder, allerdings bei entgegengesetzter Polung. Die gesamte magnetische Feldenergie ist wieder in elektrische Feldenergie überführt worden. Diese Vorgänge setzen sich in entgegengesetzter Richtung fort. In erster Näherung kann man die im realen Schwingkreis auftretenden Verluste durch einen ohmschen Widerstand R darstellen, der in Reihe mit der Induktivität L liegt. Die Differentialgleichung für die Kondensatorspannung hat die gleiche Form.

0 der Kondensator mit einer Spannung UC0 aufgeladen und der Strom durch die Induktivität 0 ist. Allgemein lässt sich ein realer Schwingkreis mit dem Modell des gedämpften, harmonischen Oszillators beschreiben. Das Minuszeichen vor dem Strom kommt durch die Stromrichtung bei der Entladung zustande. Die Richtigkeit der Lösungen kann durch Einsetzen in die Differentialgleichungen und durch Kontrolle des Anfangszustandes geprüft werden. Die Eigenkreisfrequenz ωe liegt durch die Dämpfung unterhalb der idealen Resonanzkreisfrequenz ω0. Mit stärker werdenden Verlusten wird sie immer geringer.