Epilepsie aufgrund einer Fehlbildung im Hirn diagnostiziert. Dann begannen die Anfälle wieder in Form von leichten Attacken mit Lidflimmern und Lähmungen der Hand. Anfang 2004 erfolgte eine Keppra 300 auf Orfiril mit katastrophaler Verschlechterung der Lage.

Korrelation zur Medikamenteneinnahme, die schon nach sehr kurzer Zeit nicht mehr zumutbar waren. Deshalb wurde er auf das nächste AE Trileptal umgestellt und gleichzeitig Orfiril reduziert mit der Folge schwerer Entzugsanfälle. Tag mit stetig schlechter werdender Anfallssituation und Auftreten von Schwindelattacken. Im Februar 2005 entschlossen wir uns zu einem EEG-Monitoring, um die Möglichkeit einer OP auszuloten. Das lehnte mein Sohn, damals 14, ab.

Nach dem EEG-Monitoring hieß es, Trileptal sei überdosiert. Diese Medikamentenveränderung führte zu einer leichten Verbesserung der Situation bis zum ersten leichten Anfall. Man hatte uns gesagt, sobald wieder ein Anfall auftrete, müsse Keppra auf 3. Durch die Nebenwirkungen der Medikamente war mein Sohn immer müde und auch nicht so leistungsfähig wie früher. Seine schulischen Leistungen entsprachen bei weitem nicht dem, was er ohne Medikamente hätte leisten können. Im Juni 2006 erfuhr ich im Forum des Epilepsie-Netzes von einem anderen User, dass Magnesium positive Wirkungen bei Epilepsie haben kann. Daraufhin begannen wir Mg zusätzlich zu geben und hatten sofort eine anfallsfreie Zeit von über 6 Wochen.

Das war Rekord fast seit Beginn der Anfälle. 6 Wochen nach Beginn der Mg-Therapie ließen wir den Mg-Spiegel nehmen. Das wurde gemacht, weil der Arzt eine Überdosierung ausschließen wollte. Ich bat damals um die Erlaubnis, Keppra zu reduzieren. Die Antwort war, dass es wohl sowieso überdosiert war.

Im Verlauf des Jahres 2006 reduzierten wir dann Schritt für Schritt Keppra von 3. 000 mg und Trileptal von 1. Die Gabe von Mg hat sich auf inzwischen 750 mg pro Tag eingependelt. Die Reduktion der Medikamente hat uns viel Kraft gekostet.

Während der Zeit hatte ich fast täglichen Email-Kontakt zu Prof. Liebscher, ohne dessen kompetenten Rat und moralische Unterstützung diese positive Entwicklung nicht möglich gewesen wäre. Liebscher erkannte auch die deutliche Familiarität des Magnesiummangels in unserer Familie: So hatte mein jüngerer Sohn schon vor meiner Entdeckung von Magnesium öfters Migräne und auch eine Zeit lang Ohrensausen. Er nimmt es jetzt auch, ca.

Tag bei einem Körpergewicht von ca. Meine Kusine konnte ihre blutdrucksenkenden Medikamente fast ganz absetzen, seitdem ich sie auf Mg aufmerksam gemacht habe. Obwohl wir in diesem Jahr jetzt schon das 4. Mal über 30 Tage Anfallsfreiheit zu verzeichnen haben – in den mehr als 2 Jahren davor gab es das nur 5 Mal -, hatten wir doch auch Zeiten mit Anfallsserien, die möglicherweise auf den Entzug der Antiepileptika zurückzuführen sind. Liebscher hat immer gesagt, dass eine eindeutige Aussage über die Ursache der Anfälle erst möglich ist, wenn die Antiepileptika ganz draußen sind, da sie bei Nicht-Epileptikern Anfälle auslösen können. Durch die Reduktion der Antiepileptika und die Gabe von Magnesium hat mein Sohn eine ganz neue Lebensqualität.