Medikamente, die die Häufigkeit oder die Schwere von Anfällen bei Menschen mit einer Epilepsie vermindern. Mit ihnen behandelt man das Symptom Anfälle, nicht die zugrunde liegende Erkrankung, die für die Anfälle keppra mg/ml ist.

Ziel ist die Lebensqualität möglichst weitgehend zu verbessern in dem man die Anfälle verhindert und möglichst wenig Nebenwirkungen verursacht. Die Entscheidung ist aber immer individuelle, sie berücksichtigt immer die spezielle gesundheitliche und soziale Situation des Patienten. Die Behandlung erfolgt meist auf ambulanter Basis, wenn keine schwerwiegenden Gründe, wie ein Status epilepticus, Verdacht auf Tumor, unklare Fälle, etc. Dies kann zu einer monatelanger Suche des geeigneten Präparats in der idealen Dosierung führen.

Die Listen auf Beipackzetteln gehen von möglichen Nebenwirkungen aus, auch ohne Nachweis eines Zusammenhanges sind die Pharmahersteller dazu verpflichtet, alle beobachteten Erscheinungen beziehungsweise möglichen Nebenwirkungen ab einer gewissen, sehr niedrigen Häufigkeit in diese Texte aufzunehmen. Antiepileptika entfalten verschiedene Wirkungen an Ionenkanälen und Rezeptoren. Wirkung am GABA-Rezeptor und dadurch auch über Beeinflussung der Cl- Ströme  z. Felbamat, Topiramat, Lamotrigin   dazugehörig Modulation der NMDA Rezeptoren via strychnineinsensitiver Glycinrezeptoren z.

Dabei wirken verschiedene Antiepileptika vermutlich über mehrere Mechanismen. Monotherapie versucht man zunächst das stärker sedierende Medikament  langsam wegzulassen. Ein typisches Beispiel für Probleme in der Kombination ist Topiramat, in Kombinationsbehandlung benötigt man bei diesem Medikament deutlich höhere Dosen mit mehr Nebenwirkungen, in der Monotherapie zeigt  Topiramat meist eine ähnlich hohe Wirksamkeit bei niedrigeren Dosen mit besserer Verträglichkeit. Kontrolle des Wirkspiegels bei Carbamazepin, Valproat, Phenytoin.

Wechselwirkungen sonst eine Osteoporose entstehen kann. Lamotrigin, Topiramat, Gabapentin und Levetiracetam haben deutlich weniger Wechselwirkungen und können deshalb besser kombiniert werden. Reizbarkeit aber auch Depressionen und Psychosen. Untersucht ist es bei den wenigsten Medikamenten. Eine Warnung der FDA macht auf das Risiko bei Medikamenten bei Epilepsie aufmerksam, die nicht psychiatrische Patienten, die solche Medikamente bekommen überwiegend betrifft, sondern Patienten mit Epilepsie. Neben der konventionellen Zahnpflege kann der Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste, die Verwendung von Chlorhexidin sowie regelmäßige professionelle Zahnreinigung der phenytoininduzierten Gingivahyperplasie vorbeugen.

Auch das zentrale Sehen ist nach einer neuen Studie betroffen. Enzyminhibition in der Leber, die den Abbau des Medikamente und von anderen Substanzen hemmt. CLB Clobazam, ESM Ethosuximid, LEV Levetiracetam, LTG Lamotrigin, PB Phenobarbital, PRM Primidon, TPM Topiramat, VPA Valproat. Bauer, Epilepsietherapie im Erwachsenenalter Nervenarzt 2007 DOI 10.

Viele Nebenwirkungen sind dosisabhängig und treten vor allem am Beginn der Behandlung in den ersten Wochen auf, andere sind auch langfristig problematisch und überwachungsbedürftig. Seltener: schwere Hautreaktionen bis zum Lyell-Syndrom. Bei älteren Patienten und bei Nierenschäden geringere Dosen. Benommenheit, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel, Ataxie, Kopfschmerzen, Doppelbilder, Zittern, Ataxie, Gewichtszunahme, kann eine primär generalisierte idiopathische Epilepsie verschlimmern, Rasches Absetzen kann zu Entzugserscheinungen mit Angst, Nervosität und Unruhe führen. Benommenheit, Schläfrigkeit, Ataxie, Schwindel, Doppelbilder, allergisches Exanthem. Niereninsuffizienz und bei Alten geringere Dosen.

Hautexanthem, Müdigkeit, EPM-Störungen, Appetitverlust, Schwindel, Doppelbilder, Ataxie, Dysarthrie. Bei älteren Patienten Probleme durch  die Hyponatriämie, senkt den T4 Spiegel, Allergien auch häufig bei Patienten, die auf Carbamazepin allergisch sind. Hat weniger Wechselwirkungen als Carbamazepin, hat aber Wechselwirkungen mit der Pille. Sedierung, Konzentrationsstörungen, kognitive Störungen, Schwindel, Ataxie, Depression, Wesensveränderung mit Agitiertheit, Irritabilität, Aggressivität, Obstipation, Allergien. Vorsicht Entzugsanfälle häufig, erhebliche Wechselwirkungen durch Enzyminduktion. Müdigkeit, Schwindel, Koordinationstörungen, Ataxie, Kleinhirnatrophie, kognitive Störungen, Gingivahyperplasie, Virilisierung mit Hirsutismus. Seltener EPM-Störungen, Osteopathie, Lymphadenopathie, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, senkt den T4 Spiegel, Wechselwirkungen durch Enzyminduktion.

Kann eine primär generalisierte idiopathische Epilepsie verschlimmern,  Kann einen Spike-wave Status epileptikus auslösen. Keine Wechselwirkung mit der Pille, beeinflusst andere Medikamente kaum, wird aber von anderen AE im Stoffwechsel beeinflusst. Nierensteine, selten akutes Glaukom, höhere Gefährdung für Hitzschlag, Hat wenig Wechselwirkungen,  hat aber Wechselwirkungen mit der Pille. Leberzerfallskoma bei älteren Patienten im Gegensatz zu jungen Patienten höchst selten. Phenytoin genannt, was ich bewußt weggelassen habe, wegen des ungünstigeren Nebenwirkungsprofils ist es eher 2. Clinically important drug interactions in epilepsy: interactions between antiepileptic drugs and other drugs. Entscheidend ist meist nicht der Blutspiegel sondern die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Medikamentes, dennoch gibt es häufiger Gründe den Spiegel zu bestimmen.

Wichtig ist der Blutspiegel beim Auftreten von Nebenwirkungen oder bei Wirkungslosigkeit des Medikamentes. Die Wahrscheinlichkeit und Auswahl des Medikamentes hängt von der Syndromzugehörigkeit der Anfälle ab. Die folgende Liste ordnet die Medikamente den Syndromen zu, die Reihenfolge ist dabei aber nicht verbindlich! Neue Medikamente, die bisher nur in Kombinationstherapie zugelassen sind, LTG und GBP erst ab 12.

VGB inzwischen etabliert, besonders beim West-Syndrom. Für LTG, GBP und FBM liegen noch nicht genügend Daten für gültige Empfehlungen vor. Sämtliche Antiepileptika können in Abhängigkeit von Dosierung und Wirksamkeit sowie der individuellen Empfindlichkeit zu psychischen Störungen führen. Zu den häufigeren medikationsbezogenen psychiatrischen Komplikationen der “alten” Antiepileptika gehören z.