Luvox cr möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Fluvoxamin wurde von dem Pharmaunternehmen Solvay entwickelt. Ab 1983 wurde es in klinischen Studien an ca.

000 Patienten erprobt und anschließend ein Jahr später zuerst in der Schweiz eingeführt. Darauf folgten 1994 die Zulassung in den USA und 1999 in Japan. Bereits 1995 wurden über 10 Millionen Patienten mit Fluvoxamin behandelt. Fluvoxamin ist in Deutschland zur Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen zugelassen. Fluvoxamin darf nicht in Kombinationstherapie zugleich mit einem MAO-Hemmer benutzt werden.

MAO-Hemmer wie Moclobemid muss 1 Tag gewartet werden. Bei einem Wechsel von Fluvoxamin zu einem MAO-Hemmer muss eine Wartefrist von 1 Woche eingehalten werden. Eine gleichzeitige Verabreichung von Fluvoxamin mit Tizanidin ist kontraindiziert. Fluvoxamin unterscheidet sich durch seine monozyklische chemische Struktur von den meisten anderen SSRI.

Auch hat es kaum anticholinerge oder antihistaminische Eigenschaften. Eine Besonderheit von Fluvoxamin ist seine hohe Affinität zu dem σ-Rezeptor, was besonders bei der Behandlung von wahnhaften Depressionen oder stark angstbesetzten Depressionen von Vorteil ist. Die Halbwertszeit von Fluvoxamin ist mit 15 Stunden relativ kurz. Therapeutisch sinnvolle Dosen liegen zwischen 50 und 300 mg pro Tag. Fluvoxamin hat die typischen Nebenwirkungen der SSRI.

Die negativen Auswirkungen auf Libido und sexuelle Nebenwirkungen sollen allerdings weniger stark ausgeprägt sein. Es äußert sich durch Bewusstseinstrübung, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen und Fieber. Beim Auftreten dieser Symptome sollten Patienten sofort ihren Arzt informieren. Fluvoxamin hemmt verschiedene Cytochrom P450-Enzyme in der Leber.

Fluvoxamin kann die Plasmakonzentration von Carbamazepin erhöhen. Während der Behandlung mit Fluvoxamin sollte möglichst kein Alkohol getrunken werden. Fluvoxamin kann die Coffeinausscheidung um das bis zu Fünffache verringern. Patienten sollten deshalb ihren Coffeinkonsum einschränken.

Da keine kontrollierten klinischen Studien bei schwangeren Frauen vorliegen, sollte Fluvoxamin bei Frauen im gebärfähigen Alter nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt und ein geeignetes Verhütungsmittel angewendet werden. Fluvoxamin soll nicht zur Behandlung einer Depression bei Patienten unter 18 Jahren eingesetzt werden. In klinischen Studien wurden Suizidalität sowie feindseliges Verhalten beobachtet. Auch bei Kindern mit Zwangsstörungen wurde unter Fluvoxamin vereinzelt über solche Verhaltensstörungen berichtet. Der Patient ist sorgfältig zu überwachen. Es kann zu einer Verstärkung von Suizidgedanken und Suizidverhalten kommen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.