Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Plasil compresse metoclopramide bei Standardbedingungen. Arzneistoff aus der Gruppe der Antiemetika.

Es regt die Peristaltik im oberen Magen-Darm-Trakt an und lindert damit Übelkeit und Erbrechen. Dopamin, als körpereigener Botenstoff, hat einen emetischen Effekt, d. Dopamin-Antagonisten können ebenfalls an den Dopaminrezeptoren binden und diese somit für Dopamin und agonistisch wirkende Substanzen blockieren. Aufgrund möglicher zentraler Nebenwirkungen ist MCP in Deutschland verschreibungspflichtig. Erbrechen und in der Behandlung der Migräne in Kombination mit oralen Schmerzmitteln zur Verbesserung deren Resorption. Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie empfiehlt Metoclopramid als Mittel der Wahl zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft. Häufige Nebenwirkungen sind Ruhelosigkeit, Müdigkeit oder Schwindelgefühl.

Selten treten Depressionen, Kopfschmerzen und Bewegungsstörungen wie Muskelkrämpfe oder Zittern auf. Möglicherweise ist MCP der häufigste Auslöser für medikamentöse Bewegungsstörungen. Ein erhöhtes Risiko besteht bei jungen Patienten, hoher Dosis und langer Anwendung. Eine weitere relevante Nebenwirkung von Metoclopramid ist eine Erhöhung des Prolaktinspiegels, die zu nachlassender Libido, Menstruationsstörungen und Impotenz führen kann. Metoclopramid ist bei Malariapatienten unter Malaronetherapie oder Patienten, die eine Malarone-Prophylaxe einnehmen, kontraindiziert.

Die pharmazeutischen Unternehmen raten von der Verwendung von Metoclopramid und gleichzeitigem Stillen ab, da Metoclopramid in die Muttermilch übertritt und die Wirkung von Dopamin-Antagonisten auf das kindliche Nervensystem nicht ausreichend erforscht sei. Es ist ein Procainamid-Derivat, gehört also zu den Benzamiden, besitzt jedoch keine lokalanästhetische, sondern eine dopaminantagonistische Wirkung. Als Substanzklasse kann Metoclopramid den aromatischen Aminosäureamiden zugeordnet werden. Somit steht die ganze Palette der Peptid-Synthesen zur Verfügung. Aktivierung der Aminobenzoesäure: MCP wurde 1964 neben mehreren Benzamiden bei der Firma Delagrange, heute Sanofi-Gruppe, entwickelt und als Ausscheidung daraus als Patent angemeldet. Aktivierung von Diethylaminoethylamin: Schon lange ist bekannt, dass durch Acidolyse von Phosphorigsäureamiden Amide dargestellt werden können.